Wissen ist Macht?

31 01 2009

Olten. Neblig. Einladend zur Durchfahrt wie meist. Dochvor kurzem hatte ich hier einen Grund den Zug zu verlassen. Das Seminar „Wissensmanagement in der Industrie“.  Es war ein interessanter Tag mit einigen anregenden Gedanken. Ziele des Wissensmanagements sind vorallem Innovation, vorhandenes Wissen wiederverwenden – also die Effizienz steigern, Wissen gezielt aufbauen, etc.

Das steht auch im Internet – spannender war für mich ein paar Anregungen:

Wissen kann dann wachsen wenn es geteilt wird. Offen und verfügbar. Nur in der Ausbildung wird eingetrichtert: Die, die mehr Wissen kommen weiter. Motivation zum Wissen horten und nicht teilen. Kontraproduktiv. Denkmuster müssen geändert werden.
Positives Gegenbeispiel: Open Source. Software ist für mich oft ein gutes Beispiel – Ich bin überzeugt: Prinzipien der Agilen Entwicklungsmethoden können auch bei vielen anderen Problemstellungen angewendet werden.

Lernen erfordert Neugier. Erscheint logisch. Und beim lernen wird Wissen angeignet. Auch klar. Nun – Ist das Wissen einmal erarbeitet, wird die Neugier kleiner – man weiss ja schon alles. Und somit ist die Neugier weg. Willkommen in der Stagnation. Darum ist aktives „entlernen“ eine Grundvoraussetzung zum sich weiterentwickeln. Betretene Pfade hinterfragen und neues wagen. Interessant.

Und noch ein Spruch der gefallen ist: „Von oben gesehen ist jede Hierarchie flach!„. Das hat was an sich…

Links:

English: http://en.wikipedia.org/wiki/Knowledge_management

Deutsch: http://de.wikipedia.org/wiki/Knowledge_Management

Agile Manifesto: http://agilemanifesto.org/principles.html





Alle Jahre wieder …

8 06 2008

Reisen setzt nicht nur während der Reise sondern auch danach unglaublich viel Energie frei. Zuhause sein, noch nicht im Arbeitsalltag eingepfercht, interessante Firmen anschauen, durch die Schweiz fahren und alles was ich will machen zu können ist toll. Entspannt, optimistisch, einfach frei. Stellensuche auch mit seltsamen Erlebnissen. Anmeldung beim Arbeitsamt. Schockiert davon, mit welchen Tools die Leute dort arbeiten müssen. In der Datenbank in welcher ich als Kandidat eingetragen wurde ist nicht einmal meine Berufsbezeichnung vorhanden. HTL Diplome sind in der Zeit nach der Bologna Reform schon um eine Generation veraltet. Die Benutzeroberfläche erinnert eher an Schiefertafel und Kreide als an moderne IT Tools. Eine Umgebung, die sicher der Arbeitsmotivation der Angestellten im Wege steht. Mir ists auf jeden Fall so vorgekommen. Und so soll eine Umgebung geschaffen werden in welcher Arbeitslose wieder in das Arbeitsleben geführt werden. Ein Kulturwandel ist notwendig. Ich war ja nicht auf die Dienstleistungen des Amtes angewiesen. Ich wollte mich nur Anmelden und meine Energie war da wohl etwas zuviel. Anyway, bald gehts an einem neuen Ort los mit Arbeiten. Freue mich. Davor, wie alle Jahre, WK, Militär. Im Dienste der Eidgenossenschaft. Von perfekter Freiheit zu Bevormundung und Leerlauf. So tief war meine Motivation noch selten gesunken. Nun gehts wieder aufwärts. Der Optimismus ist zurück. Looking ahead.





Was war?

26 03 2008

Knapp 6 Monate, 7 Länder, einige nur kurz, andere länger, beinahe 30 Stempel im Pass, was wäre die Welt ohne Stempel? Unzählige Leute, neue Bekanntschaften, neue Freunde, 2 neue Digicams, knapp 10000 Fotos und noch viel mehr Eindrücke welche zum Verarbeiten noch etwas Zeit brauchen. Schön wars und die Frage was am schönsten war, am eindrücklichsten, am schlechtesten, am „was auch immer“ ist nicht beantwortbar. Das aus jeder Situation das Beste machen und realisieren das egal was passiert, es geht weiter. Das war immer ein gutes Gefühl. Gibt Mut. Das nur sich selbst verpflichtet sein. Auch genial.

War natürlich Hilfreich, dass ich in der ganzen Zeit kaum schlechtes Wetter hatte. Über den Daumen gepeilt wohl knapp 5 reine Regentage. Wahnsinn. Kein Tag wegen dem Wetter im Hostel stecken geblieben. Auch sonst selten stecken geblieben. Immer fuhr ein Bus weiter. Die komplette Spontanität ist aber im Süden, in Argentinien und Chie etwas verloren gegangen. Ein paar Tage vorausbuchen war nötig. Hat mich einiges an Überwindung gekostet. Den Luxus nichts vorauszuplanen ging etwas verloren.

Solche „es war eine schöne Reise und das ist mein letzter Blogeintrag“ Einträge haben immer etwas melancholisches, beinahe pathetisches an sich. Das mit glänzenden Augen zurückschauen auf eine schöne Zeit. Ich wollte eigentlich nicht aber wenn ich nun den Bericht wieder lese… Tja… es war einfach eine schöne Zeit und da kann ich auch nicht anders.

Und nun? Wie weiter? Jobsuche, noch etwas Freizeit geniessen. Freunde treffen. Ich hoffe ich kann das Gefühl des Reisens noch etwas in mir behalten. Der Alltag kommt. Ich freue mich darauf.

p.s. und nun noch der obligate Ratschlag: Macht’s auch, geht Reisen. Ein super Gefühl ein One-Way Ticket in der Hand zu haben und bei der Rückkehr nicht am Montag danach schon wieder im Büro stehen zu dürfen. Bei mir hat der Zufall vieles erleichtert und vieles ermöglicht. Ich freue mich schon auf’s nächste mal den Rucksack zu packen…





Goodbye Cuenca

9 11 2007

Nun ist es soweit, die Sprachschule ist bald Geschichte und das Kapitel Reisen kann beginnen. Bis jetzt macht noch nicht alles spanische sinn aber auch die Ecuadorianer sind machmal mit fremdsprachen am Kämpfen…

Was ist noch so passiert in der letzten Woche – nun, ich hatte Einzelunterricht in der Schule um mein Spanisch noch etwas zu tunen. Kann ich nur empfehlen. Bei einem nächsten mal würde ich wohl nur einzelstunden nehmen dafür nur zwei oder drei Wochen. Die Einzelstunden sind zwar anstrengender, aber auch interessanter und die Disussionen spannender. Ich bin nun um einige Theorien und Einblicke in das Leben von Ecuador reicher – ein kleiner Überblick…

Einblick Nr. 1 – Wirtschaft und Politik

Alle sind begeistert vom Rafael Correa und trauem im zu, das Land zu sanieren und die Korruption welche tief verankert ist zu bekämpfen. Die Situation ist aber etwas kompliziert – die Löhne sind zu hoch um mit Asien mitzuhalten und die Qualität der Produkte zu schlecht um andere Länder zu übertrumpfen. Qualifizierte Leute fehlen anscheinend und die Qualität der Bildung (der staatlichen Schulen) ist nicht über alle Zweifel erhaben. Die Löhne der Lehrer in diesen Schulen reicht nicht aus, um eine Familie zu ernähren – 300US$ reicht nicht allzu weit. Und so haben viele noch einige ander Jobs nebenbei. Und falls die Leute etwas Geld haben, so ist es verlockender, sich ins Ausland abzusetzen – ca. 10-15% der Leute wandern aus – als das Geld im eigenen Land zu investieren. Ständige Wechsel der Gesetze und wohl auch ziemmlich unsichere Rechtsverhältnisse und Null Vertrauen in die Politik sind nicht gerade motivierend um etwas aufzubauen. Schade. Mich nimmts wunder wies weitergeht, mit Ecuador, aber auch mit dem Diktator Chavez und seinem Sozialismus des 21 Jahrhunderts…

Einblick Nr. 2 – Männchen und Weibchen

In Ecuador wird früh geheiratet und erst nach der Heirat zieht man zusammen. Davor wird bei der Familie gelebt. konservativ ist der Vorname. Aber, es soll auch Hotels geben, die den Pärchen erlauben sich ungestört etwas besser kennen zu lernen. Eine Gesellschaft im Wandel? Anyway – in einerLektion ist die Theorie aufgekommen, dass die Leute hier den Partner viel schneller wechseln und ein Freund/Freudin nicht so eine seriöse Sache ist, weil die Pärchen nicht zusammen leben, die Eltern spät kennen lernen und so eine Beziehung bis zur Heirat eine mehr oder weniger flüchtige Sache ist. Im Gegensatz dazu existiert bei uns ein fliessender Übergang zwischen erstem Händchenhalten und Heiraten.

Einblick Nr. 3 – Alkohol

Ist billig und betrunken Autofahren hat verschiedene Mögliche Strafen zur Folge. Entweder gar nichts – zum Beispiel wenn der Polizist gerade gut gelaunt ist. Oder maximum 10 Tage Knast. Dann war wohl die Bildung oder der Job des Fahrers nicht so gut. Oder aber die Argumente zu schlecht… Und danach wird wieder weitergefahren.





Fiesta de Cuenca

3 11 2007

Dieses Wochenende ist hier in Cuenca einiges los. Dia de los Difuntos und die Feier zur Unabängigkeit von Cuenca werden gerade zelebriert. Den Toten wird mit einem Zaubertrunk, der Colada Morada und dem verspeisen von Kindern, den Guaguas, einer Art Gritibänz gedacht. Super süss das Ganze. Also tiptop. Und das Fest zur Unabhängikeit ist ein Erlebniss (Hier etwas Geschichte). Ueberall viele Leute, die Bars voll und die Strassen verstopft. Auf den Plätzen viel Feuerwerk und heute Samstag gabs auch noch eine Militärparade. Seltsame Sache – als Schweizer etwas ziemlich ungewohntes. Bin ehrlich gesagt froh ist dies zuhause keine Tradition. Sureal das ganze. Wobei es schon zum Nachdenken anregt wenn die eine Gruppe von Helden des Krieges von anno 1995 an einem vorbeischreiten. Ecuador und Peru haben sich zuletzt 1995 die Köpfe eingeschlagen… Ist noch nicht allzu lange her. Heute ist Rafael Correa daran das Land zu lenken. Er wurde im Frühjahr 2007 zum Presidenten gewählt und versucht die Korruption auszutreiben. Es bleibt zu hoffen dass er es hinkriegt. In der Region Cuenca sei die Arbeitslosigkeit um die 30% – da gibt es einiges zu tun. Persönlich glaube ich aber, dass sein kokketieren mit Hugo Chavez nicht unbedingt das Richtige ist. Correa war dann auch an der Parade, leider habe ich ihn aber nicht gesehen und eine Rede hielt er auch nicht. Dafür konnte ich nen Blick auf die Miss Cuenca erhaschen. Hübsch und gross ist sie.

p.s. Im Internet läuft gerade im Radio DJ Bobo – nun, ich bin nicht unglücklich gibts im 4 Manos super Röschti aber original schweizer Pop muss mich nicht verfolgen…





Scarcity

30 08 2007

Is it the reminder of the vaccination or just a summer illness which hit me on Monday? Probably? But why to care. It’s not where you come from, It’s more where you’re going as the Bosstones already knew. So it is and I am on the way to recover. The only sad thing is, that I’m too tired to do much… Ok, I had to organize something for office and was for a short time at work. From health point of view, it has been a mistake.

Yesterday, I found an interesting blog entry about the scarcity of things. Summarizing, it’s about the fact that the more scarce, the more valuable something is and that you should do what you are good at and which is scarce for your customer. For me, this sounds pretty obvious. But the hard part in it is to find this „thing“. But I believe that it is even more important that you are passionate about what you are doing. For me, passion is linked to fun, which leads me to an image I found recently on the web.

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I like it.