Ablenkung

12 06 2008

Immer noch im Militär und die Zeit für Abwechslung ist ideal. Im Frühjahr brauchte ich für die Strecke Medoza – Calafate mehr als einen Monat. Klaus Ohlmann hat dies in einem Segelflugzeug in einem Tag ohne Motor geschafft (Bericht). Immer wieder faszinierend.





Und wieder in Buenos Aires

18 03 2008

Cafayate war wunderbar! Relaxed, super Wetter, guter Wein. Meiner Meinung nach friedlicher um von Bodega zu Bodega zu degustieren als in Mendoza. Die Landschaft rundherum einzigartig. Felsen in allen Farben. Faszinierende Strukturen. Skurile Formationen. Aber auch damit war mal Schluss und nach kurzen 200km nach Salta mit unserem Ford Ka waren wir glücklich, dass wir das Auto zurückgeben konnten. Ist alles in Ordnung? Wurde gefragt. Jaja und Kopfnicken. Schnell den Visa Voucher zerreissen und ab auf den Flughafen. Wäre ja schon ehrlicher gewesen zu sagen, dass der Zustand des Autos schon von Anfang an lausig war… Aber wir wollten weg. Weg nach Buenos Aires.

Und wieder die Kontraste. Am Morgen noch von der Sonne in Cafayate durch ein Tal mit Regen in den Hochnebel von Salta und dann mit dem Flieger. 2h. In die Hitze von Buenos Aires. 24h Busfahrt gespart. Wir waren froh. Schon faszinierend wieviel man in ein paar Tagen und Wochen erleben kann. Ich bin jedes Mal aufs neue Überrascht. Eben noch in Iguazu das Tosen der Fälle, ein paar Tage später die Ruhe auf dem Altiplano, das Gerüttel und Gequietsche des Autos und nun wieder im ¨bekannten¨ aber immer noch unbekannten Buenos Aires.

Jetzt etwas shoppen, sich über die Streiks von Iberia nerven, kurz nach Uruguay, wohl auch noch etwas Tango und dann ist dann schon bald Ende des Ferienalltages. Bin gespannt auf das was kommt.





Zurück zur Ruta 40

14 03 2008

Von Salta sind wir gerade mit dem Mietauto unterwegs am die Gegend zu erkunden. Das Auto in einem wunderbaren Zustand. Bis jetzt haben wir schon zweimal eine Gomeria aufgesucht um Räder zu wechseln oder zu reparieren. Die Fahrt ging bis jetzt durch tolle Täler und Landschaften in allen Farben und Formen. Über Teerstrassen und Schotterpisten bei Regen und Sonnenschein. Das Altiplano hat uns aber wieder einmal nicht im Stich gelassen. In Salta noch Regen und in der Höhe wunderbares Wetter. Am Strassenrand begleiten uns Lamas, Alpacas und Vicuñas zum abwinken. Und das wieder auf der Ruta 40 – die gleiche Strasse wie schon einen Monat früher auf dem Weg von Bariloche nach Chalten. Nun aber selber am Steuer und immer mit der Angst im Nacken ob das Auto alles aushält. Bis jetzt hatten wir Glück. Und nach Gestern mit 140km Schotter zwischen Cachi und Cafayate haben wir nur noch Teerstrassen vor uns. Bis dahin gehts aber zuerst einmal ein paar Bodegas besichtigen.

Hotels:
Abra Pampa
– habe ich den Namen vergessen – aber soviel auswahl gibt´s in diesem Dorf nicht und das Hotel in der Nähe der Plaza de Armas war tiptop. Besser und billiger als in Salta.

Cachi – Hospedaje El Cortijo de Maria Luisa – wunderbar und mit viel Liebe eingerichtet. Etwas teurer aber ein 100 prozentiger Genuss.

Cafayate – Hostal Killa – super Hotel ideal zu zweit und nach 5 Monaten Hostels. Hat sogar eine Badewanne und wer hat schon was gegen ein Glas Torrontes beim Baden. Genuss pur.





Retour

9 03 2008

Flecha Bus – Was für ein Erlebniss. 23h. Schmuddelig. Iguazu – Salta. Vom Nordosten in den Nordwesten von Argentinien. Ein lange Fahrt. Nur meine Begleitung war super. Ist diese Strecke wohl das Sibirien von Argentinien? Die Strecke in der die Stewards mit den schlechtesten Noten und die ältesten Busse verbannt werden? Was solls, meine letzte lange Busfahrt für eine Weile ist hinter mir. Zurück nach Buenos Aires geht es dann mit dem Flieger.

Zurück in Salta, in die erste Stadt welche ich in Argentinien gesehen habe. Interessant wie sich der Eindruck ändert. Das erste Mal bin ich voll mit Eindrücken aus den Andenländern gekommen. Nun vom Süden. Damals die Überraschung der ersten ¨westlicheren¨ Stadt. Nun, nach all den Erlebnissen das zurückkehren in die Welt der Anden. Gesichter der Indios. Dünklere Hautfarbe. Alles ungeschlifener. Aber was bleibt – Salta la linda gefällt mir.

Hostel
Hostal Condor Pass – leider hatte das Hostal Catedral die Zimmer in der Calle España nicht mehr frei. Schade. Das Condor Pass ist super gelegen. Ansonsten akzeptabel aber auch nicht mehr.





Sturzfluten

6 03 2008

Buenos Aires – Nach einigen Nächten im HI Hostel und einer Nacht in einer Abstiege gings wieder aufwärts. Martina ist angekommen und im Barrio Palermo fanden wir ein Hostel. Was für ein Viertel! Shops, Restaurants, Bars, viel Design und ganz tolle Details. Eine solche Flut von gutem Geschmack habe ich in ganz Südamerika kaum gesehen. Oft war Kreativität und Originalität eher im Hintergrund. Meist ist massgebend was der Nachbar machte und dann wird kopiert. Das Pollo Restaurant nebenan hat viele Kunden – also, nichts wie los und noch eines ist eröffnet. Der Optiker floriert – wieso ich nicht auch. Hier wars anders. Mit offenem Maul gings durch die Strassen. Einfach schön. Wie das Wetter – das war schön spannend. Nach viel Sonne und schwülen Tempertaturen gabs zum Schluss noch offene Schleusen. Einige Gewitter und Seen auf den Strassen. Interessant. Gleich offen, aber weniger interessant war meine Verdauung. Bioflorin und Imodium wurden meine Begleiter. Auch Martina profitierte wenig später von diesen Helfern. 16h Busfahrt nach Iguazu vor uns und wir waren etwas besorgt. Aber ging gut. Chemie sei dank.

Direkt auf die brasillianischen Seite in ein Hostel weit ab der Welt. Ruhe pur. Ausspannen. Sonnenuntergang. Tropische Temperaturen. Auch die Körpertemperatur von Martina. Einen Tag Krankenpfleger. Abwechslung. Dann die Fälle. Was für eine Wucht. Genial. Und heute von der Argentinischen Seite. Einfach unglaublich wie die Wassermassen in die Tiefe fallen. Zuvor noch ganz ein gemütlicher Fluss und danach dieses Getöse! Schön. Habe noch nie soviel Wasser fotografiert.

Hostel:
Buenos Aires – Cypress Inn Bed & Breakfast
– Tolles B&B im Herzen vom Barrio Palermo. Super Zimmer, sauber und freundlicher Staff.

Foz do Iguazu – Hostal Natura
– Ausserhalb von Foz do Iguaçu. Tolles Hostel, wunderbar gelegen und ideal für alle die Ruhe suchen. Super freundlicher und relaxter Besitzer. Zum Wohlfühlen.

Puerto Iguazu – Hostal Iguazu Falls - HI Hostel – wie meist bei Hostels dieser Kette gross und unpersönlich mit nicht allzu leidenschaftlichem Personal. Dafür Zentral und nicht allzu teuer.





Nach Norden

29 02 2008

Die Ruhe von Ushuaia ist hinter mir. Nach unzähligen Busstunden wieder einmal im Flugzeug. Ab nach Norden. Ushuaia war Entspannung pur. Nach den wunderbaren Nationalparks von Patagonien in welchem man die Highlights ansehen muss war in Ushuaia wieder die Auswahl nach Lustprinzip angesagt. Nach Fliegen und Segeln noch ein Tag mit dem Auto über Schotterstrassen und auf eine Insel mit Pinguinen. Toll und patschig diese Tierchen.

Und nun Buenos Aires. Vibrieren. Laut. Heiss und Schwül. Tango ist der Tanz der Stadt und Fussball die andere Leidenschaft. Die Tangoshow war zwar super touristisch doch gefallen hats mir trotzdem. Und das Fussballspiel der Copa Libertadores zwischen River Plate von Buenos Aires und America aus Mexico war ein Erlebniss. Euphorisch bin ich aber nicht – dazu fehlte dem Spiel der Pepp.

Buenos Aires gefällt mir. Nach einem Monat Natur pur wieder Stadt. Wieder mehr Facetten, mehr Kultur, Archidektur. Mehr Details. Nicht nur Touristen in farbigen Uniformen der Trekkenden. Meine Uniform war mir vor kurzem auch etwas genug. Schon wieder dieses T-Shirt. Schon wieder diese Hose. Nun, das Ende der Reise kommt näher. Peter ist zurück in die Schweiz, angebräunt für den Frühlingsanfang und ich freue mich auf die nächsten Abenteuer. 

Hotel:
Buenos AiresHostal Suites Obelisco, Grosses HI Hostel. Super Lage, freundliche Reception aber mir etwas zu gross.





Ushuaia – Das Ende der Welt

23 02 2008

Puerto Natales – Ushuaia mit dem Bus. 12 lange Stunden in einem viel zu engen Pacheco Bus. Ich fragte mich auf der Reise – lohnt sich diese Tortur um eine nächste Stadt zu sehen. Wieder eine Stadt und erst noch am Ende der Welt. Weiter südlich kommen noch ein paar Inseln. Dann Wasser. Dann Eis.

Aber es lohnt sich. Ushuaia ist nicht zum verlieben schön. Nicht verführerisch. Aber interessant. Und hat einiges zu bieten. Gestern wieder einmal in der Luft. Der Aeroclub Ushuaia betreibt hier ein paar Flugzeuge und ich sass am Steuerhorn. Throttle nach vorne, Rotate, Take Off. Schön wars. Jetzt bin ich am nördlichsten Punkt meiner Reise in einem Segelflugzeug gesessen und hier am Südlichsten in einem Motorflieger. Solche Gemeinsamkeiten habe ich gerne. Kreise schliessen sich. 

Nach der Luft war heute Wasser auf dem Programm. Segeln. Gestern Flugwetter,  nicht allzu viel Wind und Sonne. Heute Segelwetter, viel Wind und Sonne. Was will man mehr. Die Gischt spritzte und einige wurden ganz deftig nass. Segeln. Wunderschön. Am Ende der Welt.

Hostel: Hostel La Posta; Sauber, freundlich, komfortabel und zu empfehlen. Leider nur etwas weit vom Zentrum entfernt.





Wandern, Wind und schlafen unter einem Steinsieb

14 02 2008

El Chalten, Capital de Trekking wird geworben und die Landschaft laedt dazu ein, ein Fuss vor den anderen zu setzen, dem Cerro Torre oder dem Fitz Roy entgegen. Mal ist die unglaubliche Kulisse in den Wolken, mal an der Sonne und dazwischen sind auch mal die Wanderer in einer Wolke von Staub und Sand. Trocken ist’s hier im Moment und der Wind sorgt fuer den Rest. Auch in der Nacht. Nach einer Tageswanderung das Zelt aufgeschlagen, am Fusse des Fitz Roy. Der Abend warm. Das Zelt auch. Moskitonetz reicht doch, da kommt auch etwas Luft hinein. 4 Uhr. Etwas Luft wird zu Wind. Und wie war das nochmals mit dem Sandmaenchen? Das Moskitonetz siebte und wir beide waren gepudert. Danach die Ohren spitzen, der Wind das himmlische Kind. Eigentlich tolle Geraeuschkulisse. Nur gestoert vom Knirschen des Sandes zwischen den Zaehnen.

Am Morgen alles Schuetteln, etwas Essen und ab, auf hinauf zur Laguna de los Tres. Super. Windig auch hier. Schaumkronen ueber einem kleinen Bergsee. Gischtwolken die sich von der Oberflaeche loesen. Die Sonne die fuer einen Regenbogen sorgt. Toll!

Hostel El Chalten: Rancho Grande – grosses Hostel, 4-er Dorms für 40A$ und ganz passabel. Für meinen Geschmack etwas zu gross und zu unpersoenlich und der Staff etwas unfreundlich oder aber nicht allzu motiviert. Am Anfang war ich verwundert das die Fenster alle mit Silikon abgedichtet sind. Nach ein paar Sandwolken die ums Hostel strichen war ich überzeugt vom Sinn der Sache.





Routa 40

10 02 2008

Schotterpisten. Staub. Gerüttel. Steppen. Unendliche Weiten. Lentis. Der Weg von Bariloche nach Chalten haben wir im Bus hinter uns gebracht. Von der alpinen Landschaft von Bariloche wurde die Vegetation immer spärlicher, trockener, karger. Die Berge kleiner und die Flächen grösser. Zwei Tage im Bus, die Nacht in Perito Moreno, alles organisiert von Chalten-Travel. Wie immer wenn ein quasi Monopolist am Werk ist mit schlechtem Service und Information so spärlich wie Bäume in der Steppe. Trotzdem Eindrücklich und inspirierend wie die Landschaft vorbeizieht. Die Strasse beinahe immer gesäumt von Zäunen. Was das wohl für einen Einfluss auf die wild lebenden Tiere hat? Was wäre die Welt ohne Zäune und Stacheldraht. Den gibts ja auch überall… Wie siehts in dieser Landschaft wohl aus wenn es mal regnet? Wird alles grün? Jemand sagte uns, es sei einer der trockendsten Sommer seit langem. Dann die Dörfer – mitten im nichts und warum lebt da jemand? Die Strasse als Lebensader.

Nach ungefähr 30h im Bus, kurz vor Mitternacht war Chalten erreicht. Geschätzte 1200km. Mein Gefühl für Distanzen ist komplett anders. 5h Busfahrt? Das ist ja beinahe um die Ecke – da kann man ja am Nachmittag noch etwas machen. 2h - ach, ein guter Tagesausflug. Wann fahre ich zuhause wegen einem Tag ins Tessin? Und wie weit komme ich in 5, in 10 oder gar in 20 Stunden?

Travel Agency:
Chalten Travel  Route 40 (Bariloche – El Chalten – El Calafate), ca. 430 Pesos, tolles Erlebnis mit einem weniger tollen Anbieter. 2 Tage sind für diesen Trip sehr kurz. Andere Anbieter bieten für den ca. 3-fachen Preis dasselbe in vier Tagen an. Leider aber nur 2 mal im Monat und nicht alle zwei Tage. Wie gesagt – ein einzigartiges Angebot mit einigem Verbesserungspotential.





Strassen, Busse und ander Verkehrsteilnehmer

7 02 2008

Strassen und Südamerika. Was wäre Ecuador, Peru und Bolivien ohne die Musik der hupenden Autos. Gas geben, Hupen, Bremsen. In dieser Reihenfolge gehts auf die Kreuzung zu. Seit gewarnt, ich komme ist das Motto. Es funktioniert. Mal mehr, mal weniger. Dasselbe beim Überholen. Hupen – Achtung, ich bin bald links von dir. Danach überholen und weiter. Chile ist da etwas anders. Da wurde manchmal gewartet wenn ein Fussgänger über die Strasse wollte. Unglaublich. Verwirrend. Beinahe gefährlich!Und nun wieder Argentinien. Da wechseln sich uralt Oltimer mit unzähligen Beulen mit neuen Autos ab wie schwarz und weiss auf eine Zebra. Zebrastreifen gibt es auch, aber da wird mal gewartet und dann wieder darüber gerast. Gehupt wird wie in Chile seltener. Nur wenn man mit dem Velo unterwegs ist. Dann schon. Die einen beim Überholen als Achtung, ich komme, die anderen um zu signalisieren – Achtung, geh von der Strasse du Hinderniss. Die ersten waren mir lieber. Die zweiten, meist Busse oder Lastwagen eher nicht… Im Strassengraben bin ich nie gelandet aber Staub gegessen habe ich dennoch. Die Sand- und Kiesstrassen sind in der Hitze des Sommers – um die 30 Grad – einfach so trocken dass der Staub ständiger Begleiter ist. Zum Glück hat es in der Umgebung von Bariloche genug Seen um sich abzukühlen. Kühler wirds auch bald – der Süden von Patagonien ruft. Morgen gehts weiter…

Hotel Bariloche

Hosteria Portofino – DZ 140 Pesos, OK, Morgenessen bis um 09h30 – und das wenns am Abend um 22h00 noch hell ist – wer ist denn da schon so früh aus den Federn…

Hostal Achalay - Dorm 35 Pesos, OK aber der Dorm war so klein, da mussten wir einfach wechseln…








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