Weiter gehts auf der Lebensader von Suedamerika – so kommt mir die Pan Americana auf jeden Fall vor. Nach Huaraz mit dem Nachtbus nach Lima – das erste mal mit nem „Cama“ gefahren – es gibt Semi-Cama und die Cama Klasse – zumindest bei Cial. Und die 8h von Huaraz nach Lima vergingen im Schlaf.
Und so erreichten wir am Morgen frueh Lima und ich war gespannt darauf, diese Stadt zu entdecken. Fotos sind uebrigens hier).
Meine Erwartung: ein Moloch, nicht schoen, immer bedeckter Himmel, also eigentlich nur schlecht.
Mein Fazit: spannende Stadt, viel interessantes zu sehen, Museen, Haeuser, Galerien. Viele Ueberraschungen. Also wirklich durchwegs positiv.
Aber es ging trotzdem weiter und zwar in Richtung Pisco. Dort war im August ein Erdbeben von welchem die Spuren immer noch zu sehen sind. Ich hatte einige Muehe mich zu entscheiden, ob ich nun in einem volunteering Projekt mitmachen soll und einige Tage mithelfen soll die Infrastruktur der Stadt wieder aufzubauen. Nach 4 Monaten ist dies immer noch noetig…
Ich entschied mich jedoch dafuer den Tourismus und das lokale Gewerbe zu unterstuetzen und im benachbarten Paracas halt zu machen und von da aus auf die Islas Ballestas zu fahren. Unglaublich viele Voegel und Seeloewen. Faszinierend. Vorallem die Vogelschwaerme welche sich im Himmel formatieren. Oder Pelikane, welche knapp ueber der Wasseroberflaeche dahingleiten. Toll.
Danach war aber der Spass auch schon wieder zu Ende und weiter gings nach Nasca – wieder mal in die Luft. Nasca ist ein kleines Staedtchen welches seine Existenz eigentlich den Nasca Linien oder aber Maria Reiche zu verdanken hat. Maria Reiche kam in den 30er Jahren nach Peru und hat dann ihr Leben den Linien in der Wueste von Nasca gewidmet. Zuerst wurde sie als Hexze verschrien. Mit nem Rock und Hut in der Wueste mit dem Besen Sand zu wischen – kein wunder… aber die Linien sind wirklich eindruecklich. Nur leider konnte ich nicht selbst darueber fliegen. Doppelsteuer war aus dem Flieger ausgebaut und eine Flugschule hatte es weit und breit nicht.
Ach ja, noch ne kleiner Anekdote, welche ein deutscher Aerchologe ersaehlt hat, welcher ich per Zufall in einem Bus traf. Erich von Daeniken hat eine Theorie zur Deutung der Linien aufgestellt. Von wegen Raumschiff und Landebahn. Nun, unter anderen war fuer eine schweizer Institution ein Grund dafuer, die Hintergruende der Linien zu erforschen, resp. dafuer Geld zu spenden der, dem Von Daeniken zu beweisen dass er nicht recht hatte. Solidaritaet unter Landsleuten
Hotels:
Lima: Lion Backpackers, Dorm 30 Soles, zentral gelegen, sauber und einige Reisenden
Paracas: Hotel Amigo, Single 35 Soles, sympatischer Receptionist, kleine Zimmer aber in Paracas gibts nicht allzu viel.
Nazca: Hostel The Walk On Inn, Single 25 Soles, Pool und warmes Wasser, was will man mehr.
Bus:
Huaraz – Lima: Cial, wunderbar geschlagen in den Cama Sesseln
Lima – Paracas – Nasca: Soyus, Peru Bus
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