Weihnachten

25 12 2007

Und auch in La Paz kommt das Christkind. Hat auch ein etwas kürzeren Weg, die Stadt ist ja ziemlich hoch gelegen. Und bietet auch unglaublich viele Möglichkeiten selber Christkind zu spielen. Viele Shops mit irgendwelchem Handwerk und auch ich konnte mich dem Rausch des Kaufens nur halbwegs entziehen. Im Moment ist darum gerade ein winddichter Faserpelz  in Fertigung welchen ich dann morgen abholen kann. Infos wo es was zu kaufen gibt kriegt man bei einem Reisebüro welches von einem Schweizer geführt wird. Andean Base Camp an der Illampu No 863. Super Information und auch eine riesige Auswahl an Reiseführern.

Ansonsten war ich an Weihnachten Hahn im Korb. Mit sieben Girls am Nachtessen. Beinahe wie bei den sieben Zwergen. Danach gings aber nicht ins Schloss zur Prinzessin sondern in die Kirche um einen Weihnachtsgottesdienst zu erleben. Ich kenn die katholische Kirche ehrlich gesagt nur als Tourist – und dies in Südamerika schon genügend. Aber die Messe war interessant. Mit weniger Tiefgang gings danach im Hostel zu und her. Irgendwie surreal. Ein Partymoloch und könnte gerade so gut auf Mallorca, Ibiza oder sonst wo auf dem Planeten sein. Bin dort gelandet aber gefällt mir nicht. Bin wohl zu alt…

Heute gehts dann zu nem Weihnachtsessen, danach morgen noch die Stadt geniessen und einen Tag später gehts dann schon wieder weiter in die nächste Stadt. Diesmal etwas weiter nördlich…





La Paz

22 12 2007

Der Besuch der Isla de Sol war wunderbar. Auf der Insel realisiert ich das ein Tag etwas kurz war. Waere wunderbar gewesen um etwas zu wandern und das super Wetter zu geniessen. So war nun nach 3h auf den Beinen Schluss. Aber das Trekken waere mit Freundin um so genussvoller. Zelten am Strand mit Sonnenuntergang… Aber die Insel hat auch an einem Tag ihren Reiz. Und die Sonne erst. Angeroetet vom Tag davor in der Haengematte musste ich deftig aufpassen damit sich das Rot der Haut nicht weiter verdunkelte.

Und dann war dann schon wieder mal eine Busfahrt angesagt. Nur 3h durch tolle gegenden, der Himmel mit Cumuli verziert La Paz entgegen. Vorbei an wie gewohnt aermlichen Doerfern, immer wieder fasziniert, was Indio Frauen alles Leisten. Im Strassengraben am Dreck Schaufeln, auf dem Feld, ueberall. Was die Maenner wohl machen. Apropos Maenner. Ich fragte mich schon, wieso es soviele Stiere auf den Feldern hat – bei uns hats ja beinahe nur Kuehe – und ich habs glaube ich rausgefunden. Wenn kein Traktor den Pflug zieht, dann muss ein Stier her. Und Traktore sieht man wirklich selten. Wohl desshalb weil ein Feld auch kaum die Groesse eines Traktores hat. Alles Handarbeit. Immer wieder erstaundlich, aufs neue Ueberraschend und irgendwie schockierend.

Nicht schockierend aber faszinierend war dann das Eintauchen nach La Paz. Zuerst auf dem Altiplano immer mehr Strassenhaendler, Maerkte, Verkehr. Dann das Tal. Vollgepflastert mit Haeusern. Und das abtauchen hinein. Ich bin gespannt was ich da alles entdecke. Und angespannt, weil einige Teile wohl auch nicht ganz gesund sind. Ich bin auf der Hut…

Huete werden einem da auch immer entgegengestreckt. Auf der Av. Santa Cruz hats soviele Bettler auf einem Haufen, wie ich noch nie gesehen habe. Unglaublich wie man lernt ignorierend daran vorbeizulaufen…

Hotel:
Loki Hostel La Paz – Dorm mit 5 Leuten und Bad für ca. 7US$. Hostel Kette in Südamerika für kulturell interessierte Reisende die auch in der Ferne nicht auf zuhause verzichten wollen. Betten sind super bequem und die Duschen warm mit viel Wasser. 

Hotel Fuentes – Einzelzimmer ca. 15US$, gut gelegenes Hotel welches ich wohl für meine letzte Nacht in La Paz geniessen werde.





Ciao Peru – Hola Bolivia

20 12 2007

Peru hat sich dann doch noch ziemlich versoehnlich von mir verabschiedet. Puno zeigte sich zwar regnerisch aber das Leben das auf der Strasse abgeht fand ich sympathisch. Wenig Touristen und viel Handel. Und auch mein bisher billigstes Mittagessen mit Suppe und Hauptgang fuer etwas weniger als einen Dollar war tiptop. Und dann war ich noch auf den schwimenden Inseln von Uros. War auch ganz interessant. Wobei fuer mich weniger die Inseln als die Fahrt mit dem Boot. War doch eine Abschlussklasse von Cusco mit dabei und die hatten einen riesen Spass beim mit dem Gringo Fotos machen. Also nur die Maedels. Die Jungs waren weniger interessiert ;-) . Daneben gabs noch ein paar Worte Quechua mit auf den Weg. Leider habe ich aber schon wieder alles vergessen.

Vergessen ist Peru aber noch nicht ganz. Ich bin nun in Bolivien angekommen. Der Lago de Titicaca ist wirklich schoen wenn die Sonne scheint. Jetzt muss ich nur schauen wie ich den Sonnenbrand auf dem Handruecken Pflege, welchen ich am Nachmittag beim Schlafen in der Haengematte eingeholt habe. Auf 3800m und blauem Himmel und ca. 3/8Cu am Horizont muss ich wohl etwas besser aufpassen…

Hotel: Copcacabana – erste Nacht fuer 25Bolivanos (ca. 3.5US$) im Hotel 6 de Augusto. Einfach schlecht.
Jetzt im Hostal Leyenda, 100B und saubere Zimmer, sicht auf den See. Guter Eindruck.

Und noch einen Tip: Das Hostal La Cupula. Da lag ich den Nachmittag in den Haengematten. Super toll. Haben auch noch ein paar Suiten – sieht genial aus…





Weiter gehts…

19 12 2007

Arequipa ist Geschichte. Am ersten Tag nach dem Zwischenfall musste ich zuerst mal einge Sachen erledigen. Zum Beispiel für die Kopie des Plizeiprotokolls bei der Nationalbank eine Quittung für 3.5 Soles erstehen. Zuerst kaufte ich das Ding vor der Nationalbank bei einem Strassenhändler. Ging dann damit zur Polizei die Kopie abholen. Die Kopie war aber noch nicht bereit. Schade. Aber der Polizist versprach mir, sich darum zu kümmern und am nächsten Tag sei sie dann ready damit ich weiterreisen kann. Danach suchte ich hin und her um wieder zu einer Uhr, Reiseführer, Tasche und Sonnencreme zu kommen. Was man halt so braucht und alles natürlich so billig wie möglich… Irgendwann beschlich mich dann doch ein schlechtes Gewissen wegen der gefälschten Quittung und so besorgte ich mir doch noch ein Original. Heute machte dann der Polizist auch so ne Bemerkung und ich zückte das Original und dann war die Sache auch gegessen. Ich bin nun also im Besitz einer handgeschnitzten Kopie eines Peruanischen Vernehmungsprotokolles. Schön nicht war. Falls jemand dieses Prachtexemplar kaufen will, ich würde es gegen mein Tagebuch und die Fotos eintauchen. Aber die nur am Rande.

Nicht am Rande sondern in der Mitte des Buses bin ich danach dann von Arequipa nach Puno, am Rande des Titicacasees gefahren. 6 1/2h hinauf über eine Bergkette aufs Altiplano. Mitten durch Schnee/Regen-Gemisch und ich dachte dabei an alle die irgendwo gerade von weisser Weihnachten träumen… Neben mit eine Mutter mit Kind. Davor ab und zu mal ein Verkäufer welcher irgendwas angeboten hat. Der erste, weniger Erfolgreich, irgendwelche Körnersnacks, dazwischen die vielen Essensverkäufer und zum Schluss dann noch einer der eine Art Tigerbalsam und noch ein Noni-pulver angeboten hat. Der war ganz erfolgreich und hat auch wirklich gut argumentiert. Ok, dass das Pulver Krebs heilt, Prostatabeschwerden vorbeugt, alle anderen inneren Organe gesund bleiben lässe, alte, junge, kranke und gesunde happy macht kann man glauben oder nicht. Aber es hat überzeugt und alle waren glücklich und ich um ein Verkaufsseminar reicher. Interessant. Im gegensatz zu Puno. Der erste Eindruck ist scheusslich. Mal schauen ob ich den noch revidiere… 

Hotel:
Arequipa – Los Andes Bed & Breakfast, Single with shared Bathroom 16 Soles. Single with private Bathroom, 33 Soles. Habe mich äusserst wohl gefühlt. Und super gelegen.





Arequipa und wieso der Strom von Bildern versiegt

17 12 2007

Nach Cusco hatte ich zuerst einen Höhenflug. Mit dem Flieger via Juliaca nach Arequipa. Dabei einen tollen Blick auf den Titicacasee von oben erhascht, Wüstenlandschaften bestaunt und mir gesagt dass man beim Busfahren nicht unbedingt mehr vom Land sieht.

Arequipa hat mir sofort gefallen. Weisse, aus Vulkangestein gebaute Kolonialhäuser, ein schönes Zentrum und auch das Hostel war tiptop. So habe ich mich dann entschlossen den eigentlich geplanten Ausflug in den Canyon del Colca zu streichen, da das ganze wohl sehr stressig geworden wäre. Und allzu lang will ich nicht da bleiben, da ich vor Weihnachten noch in La Paz sein will.

Heute bin ich dann durch die Strassen gelaufen, etwas Ziellos der Nase nach. Klar, Sonntag und nicht überall allzu viel los und da war auch das Gefühl in der Magengegend, dass die Strasse ev. doch nicht die beste Wahl ist. War sie auch nicht. Für zwei andere schon. Der eine würgte und der andere nahm mir dann den Rucksack ab und entleerte meine Taschen. Leider ist auch der Fotoapparat, Mobile und frisch gebrannte DVD mit den SD Karten der Bilder weg. Tagebuch und Notizbuch ist auch auf der Verlustliste.  Schmerzhaft. Der Hals schmerzt auch noch etwas beim Schlucken und ich hoffe, die zwei Arschlöcher schmerz auch, dass sie im nur ca. 30US$ erbeutet habe.

Die Polizei war auch bald auf der Stelle und ob die Suche nach den Gaunern von Erfolg gekrönt sein wird werde ich sehen. Auf jeden Fall durfte ich dieselben Fragen drei mal Beantworten und dass ein Mädchen, welches in der Nähe war einen schon mal gesehen hat war nicht allzu wichtig. Vamos a ver. Morgen gehe ich auf jeden Fall mal in die Banco Central 3.5 Soles zahlen, damit ich mit der Quittung auf dem Polizeiposten eine Kopie der Protokolle abholen kann. Ansonsten halte ich euch auf dem laufenden. Halt vorerst einfach ohne Bilder.





Machu Pichu

16 12 2007

Machu Pichu - ein wichtiger Punkt von einigen Touristen. Ich war nun auch dort und muss sagen, es hat sich gelohnt. Ich habe mich entschieden, dass Kurzprogramm zu wählen. Kein Trekking, kein Bike, kein Guide. Am morgen auf den Zug nach Aguas Caliente dem Ort gerade unterhalb Machu Pichu. Apropos unterhalb – ich habe mir immer vorgestellt, Machu Pichu sei oben – nun, ist es eigentlich schon, Aguas Caliente ist auf 2000m, Machu Pichu auf 2400m. Aber von Cusco (3300m) geht es schon ein rechtes Stück runter. Aguas Caliente ist wohl einer der speziellsten Orte die ich je gesehen habe. Einziger Zweck: Touristen welche eine Nacht dort verbringen um Machu Pichu zu besuchen. Und einen Baustil – scheusslich. Auf der Spitze von Wayna Pichu habe ich einen Schweizer getroffen, welcher Maurer ist und gerade in Lima bei einem Hilfsprojekt arbeitet. Er hat die Peruaner einige Male hochgenommen, dass es unmöglich sei, dass die Inkas Peruaner waren wenn man sieht wie sie heute die Häuser zusammenkleben. Die Peruaner habens nicht so gern gehört. 

Aber zurück zur Reise – wie gesagt, nach Aguas Caliente, dort eine Nacht verbracht und am nächsten morgen um 05h30 auf den Bus hinauf nach Machu Pichu. Laufen könnte man die 400 Höhenmeter auch, aber da ich in den letzten Tagen ja nicht allzu viel gegessen hatte, entschied ich mich für die teurere Variante.

Die Inka Stadt ist wirklich faszinierend. Teilweise haben die Inkas eine unbglaubliche Präzision an den Tag gelegt. Ein Steinbrocken hat über 10 Ecken in welchen wiederum andere Steine eingepasst wurden. Ich habe mir einige male überlegt, was wäre wohl gewesen, wenn die Spanier Südamerika nicht erobert hätten. Ich glaube aber, was den Inkas fehlte war eine Schrift. Nun gut, was wäre wenn ist zwar interessant aber irrelevant. Auch faszinierend war der Aufstieg nach Wayna Pichu. Schweisstreibend. Und da ich und Nicola (der Maurer) danach noch zum Temple of the Moon  aufgebrochen sind, kriegte ich doch noch ein paar Höhenmeter zusammen. Ich war auf jeden Fall froh war ich am Morgen mit dem Bus hinauf…

Hotel: Hostal Inti Wasi, 40 Soles für 3 Personen - habe das Zimmer mit 2 Australiern geteilt welche ich im Zug kennengelert habe. Ok für eine Nacht aber das wärs dann auch schon.

Apropos Geld – Der Inka Trail ist ja als teuer verschrien (ca. 300US$ für 4 Tage/3 Nächte Trekking). Aber das ganze relativiert sich etwas wenn man sieht, was alleine der Besuch von Machu Pichu kostet. 73 US$ Zugticket, 40 US$ Eintritt, 12 US$ Bus hinauf zur Stadt, dann noch Essen und das Hostel in Aguas Caliente. Alles in allem auch so gegen 150US$.





Gringo Town Cusco

14 12 2007

Cusco – nach einiger Zeit auf Meereshöhe wieder in die Berge, 3300m. Und zum Abschluss habe ich mir in Nasca auch noch eine Magenverstimmung eingefangen. Kurvig gings dann im Bus 16h nach Cusco. Das nächste mal würde ich wohl fliegen. Dafür konnte ich dann in Cusco etwas liegen. Und nach Aussenladefeldern ausschau halten. Wieso? Nun, je nach Höhe und Thermik (=Zustand des Magens) konnte ich mich mehr oder weniger weit vom nächsten Aussenladefeld (=WC) wegbewegen. Und der Zustand der Felder ist auch nicht immer so klar. So die Stadt zu erkunden war auch ganz interessant. Und bei jedem Aufwind (=Essen) musste ich ganz vorsichtig sein. Meist war ich drum im Gleitflug… Mal war dann der Aufwind nicht so doll – und so war dann fuer einige Zeit wieder fliegen im Platzbereich (=Hotelzimmer) angesagt.

Aber was solls, von Cusco habe ich doch einiges gesehen. Eigentlich eine sehr schöne Stadt. Nur einfach viel zu viele Touristen. Und Peruaner. Massage Amigo, Massage only one hour. Und dasselbe bei Restaurants, Hostels, Handwerksläden, allem. Und es hat nur soches Zeuchs in dieser Stadt. Verseucht. Schade. Und auch wenn einige Sachen gut ausgesehen hätten, wenn mir jemand 100 mal sagt, ich soll doch zu ihm reingehen, dann mach ich es bestimmt nicht. Ego? Oder einfach nur kein Bock auf überteuerte farbige Sachen. Ok, handeln macht Spass. Aber nicht immer.

Was hat mich sonst noch so beindruckt. Peru hat eine Währung, den Soles. Und bezahlen kann man an unglaublich vielen Orten in US$. Irgendwie seltsam. Aber die Peruaner haben auch mitgekriegt dass der Greenback etwas schwach auf der Brust ist und drum ist der Soles wieder mehr gefragt. Ist auch gut so.

Gut war auch das bewärte Rezept, planlos herumlaufen und dort wo es interessat ausschaut mal reingehen und schauen was passiert. Diesmal wars eine art Kunst-Uni. Friedliche Stimmung und die Ausstellung war auch ganz interessant.

Noch nen kleinen Nachtrag - ohne Magenverstimmung ist auch Cusco gar nicht so übel… es lässt sich halt einfach unbeschwerter Sachen entdecken ;-)

Hotel:
Pirwa Lodging, nahe der Placa de Arma, 50 Soles für ein Zimmer mit Bad. Gut gelegen, sauber, sympatisch.





Panamericana Sur (Lima, Paracas, Islas Ballestas, Nasca)

10 12 2007

Weiter gehts auf der Lebensader von Suedamerika – so kommt mir die Pan Americana auf jeden Fall vor. Nach Huaraz mit dem Nachtbus nach Lima – das erste mal mit nem „Cama“ gefahren – es gibt Semi-Cama und die Cama Klasse – zumindest bei Cial. Und die 8h von Huaraz nach Lima vergingen im Schlaf.
Und so erreichten wir am Morgen frueh Lima und ich war gespannt darauf, diese Stadt zu entdecken. Fotos sind uebrigens hier).
Meine Erwartung: ein Moloch, nicht schoen, immer bedeckter Himmel, also eigentlich nur schlecht.
Mein Fazit: spannende Stadt, viel interessantes zu sehen, Museen, Haeuser, Galerien. Viele Ueberraschungen. Also wirklich durchwegs positiv.

Aber es ging trotzdem weiter und zwar in Richtung Pisco. Dort war im August ein Erdbeben von welchem die Spuren immer noch zu sehen sind. Ich hatte einige Muehe mich zu entscheiden, ob ich nun in einem volunteering Projekt mitmachen soll und einige Tage mithelfen soll die Infrastruktur der Stadt wieder aufzubauen. Nach 4 Monaten ist dies immer noch noetig…

Ich entschied mich jedoch dafuer den Tourismus und das lokale Gewerbe zu unterstuetzen und im benachbarten Paracas halt zu machen und von da aus auf die Islas Ballestas zu fahren. Unglaublich viele Voegel und Seeloewen. Faszinierend. Vorallem die Vogelschwaerme welche sich im Himmel formatieren. Oder Pelikane, welche knapp ueber der Wasseroberflaeche dahingleiten. Toll.

Danach war aber der Spass auch schon wieder zu Ende und weiter gings nach Nasca – wieder mal in die Luft. Nasca ist ein kleines Staedtchen welches seine Existenz eigentlich den Nasca Linien oder aber Maria Reiche zu verdanken hat. Maria Reiche kam in den 30er Jahren nach Peru und hat dann ihr Leben den Linien in der Wueste von Nasca gewidmet. Zuerst wurde sie als Hexze verschrien. Mit nem Rock und Hut in der Wueste mit dem Besen Sand zu wischen – kein wunder… aber die Linien sind wirklich eindruecklich. Nur leider konnte ich nicht selbst darueber fliegen. Doppelsteuer war aus dem Flieger ausgebaut und eine Flugschule hatte es weit und breit nicht.

Ach ja, noch ne kleiner Anekdote, welche ein deutscher Aerchologe ersaehlt hat, welcher ich per Zufall in einem Bus traf. Erich von Daeniken hat eine Theorie zur Deutung der Linien aufgestellt. Von wegen Raumschiff und Landebahn. Nun, unter anderen war fuer eine schweizer Institution ein Grund dafuer, die Hintergruende der Linien zu erforschen, resp. dafuer Geld zu spenden der, dem Von Daeniken zu beweisen dass er nicht recht hatte. Solidaritaet unter Landsleuten ;-)

Hotels:
Lima: Lion Backpackers, Dorm 30 Soles, zentral gelegen, sauber und einige Reisenden
Paracas: Hotel Amigo, Single 35 Soles, sympatischer Receptionist, kleine Zimmer aber in Paracas gibts nicht allzu viel.
Nazca: Hostel The Walk On Inn, Single 25 Soles, Pool und warmes Wasser, was will man mehr.

Bus:
Huaraz – Lima: Cial, wunderbar geschlagen in den Cama Sesseln
Lima – Paracas – Nasca: Soyus, Peru Bus





Fotos wieder aktuell

4 12 2007

Nachdem ich nun einige Zeit keine Fotos mehr auf Flickr geladen habe kommt nun eine volle ganze Menge:

Guayaquil – Die groesste Stadt von Ecuador.

Trujillo – Eine super schoene Stadt im Norden von Peru. Tolle Kolonialhauser.

Chimbote – Huaraz (Fahrt mit dem Bus durch den Canyon del Pato) – Eine spannende Busfahrt von der Wuestenlandschaft der Kueste hinauf in die Cordillera Blanca nach Huaraz auf 3000m.

Laguna Churup – Eintages Wanderung in der Nähe von Huaraz

Santa Cruz Trek – 4 Tage in der Cordillera Blanca





Adventstrekking Santa Cruz

4 12 2007

Nun, mit Advent hat der Trek eigentlich nichts zu tun, aber einige Tore gab es auf der Tour doch zu oeffnen und so passt die 4 Tages Wanderung eigentlich ganz gut in die Jahreszeit.

Nachdem ich am Mittwoch in Huaraz angekommen bin, habe ich mich entschlossen, am Donnerstag eine kleine Wanderung auf eigene Faust zu unternehmen. Laguna Churup war das Ziel. Nachdem ich etwas laenger als geplant geschlafen hatte und das Wetter ein wenig nach Regen aussah entschloss ich mich mit einem Collectivo etwas weiter als normal den Berg hinaufzufahren. Ok, Warmduscher, aber was solls – auf jeden Fall war dann schon eine Gruppe Leute an dem Ort an dem ich ausstieg, welche schon eine Stunde den Berg rauflaufen in den Knochen hatte. Ich gesellte mich zu ihnen und schon bald stellte sich heraus, dass zwei davon fuer die naechsten Tage ein aehnliches Ziel hatten – Santa Cruz Trek.

Und so kam es, dass ich mit Cecilia, ner Luzernerin und Oliver einem Deutschen am naechsten Tag in Richtung Berge unterwegs war. Der Trek dauert im ganzen 4 Tage, 3 Nächte und mit uns war noch ein Tiertreiber, Koch und Guide in Personalunion sowie ein Esel und ein Pferd welche das meiste Gepäck über die Distanz schleppen mussten. Schön für uns. Übernachtet haben wir jeweils in Zelten und wir hatten ein grosses Glück mit dem Wetter – nur am ersten Tag einige Tropfen und danach immer besser bis wir am Schluss vor lauter Sonne nicht mehr wussten was Regen ist. Geschlafen haben wir jeweils zwischen ca. 3500m und 4300m und ich bin mir nicht sicher, ob nun die Höhe oder die etwas harte Unterlage Schuld daran war dass ich nicht allzu gut geschlafen hatte. Anyway, da die Nächte meist lang waren – zu Bett gings bei Dunkelheit, also um ca. 7 und aufgestanden wurde meist um 6 in der Früh – ergab sich trotz den Unterbrüchen jede Menge Schlaf.

Faszinierend ist die Cordillera Blanca schon -Täler und Hochebenen ähnlich der Greina auf 4000m und ganz Nahe die weiss leuchtenden Berggipfel um die 6000m. Gewandert wurde pro Tag ca. 4-6h und eigentlich war das ganze recht locker. Der zweite Tag war der strengste als wir von ca. 3800m starteten und einen Pass von 4750m querten. Die Höhe setzte schon ein wenig zu und ich war froh dass ich doch schon gut anklimatisiert bin. Die Querung des Passes war fuer mich auch eines der Highlights des Treks – die Aussicht welche sich da plötzlich eröffnete war einfach überwältigend. Ein wirklich guter Start in den Dezember.

Heute Nacht geht es nun weiter nach Lima, wieder in Meeresregion. Mal schauen, vielleicht schaffe ich es ja mal ins Meer zu Hüpfen.

Hotels:
Huaraz: Alberque Churup, EZ 50 Soles, Dorm 15 Soles (3 Sol = ca. 1US$), Gutes Hotel/Backpacker, bewueme Betten und grossen Räumen.

Travel Agency:
Andes X-Plorer, 4 Tages Tour mit Essen und Ausrüstung, min. 3 Personen, 80US$. Die Ausrüstung war ganz OK, wobei wir nie im Regen übernachteten und so auch nicht wissen, ob nun die Zelte wasserdicht sind oder nicht.